die Kanzlei

Wir stellen für unsere Mandanten verschiedene Serviceangebote zur Verfügung. Diese Serviceangebote sowie allgemeine Infos zur Kanzlei finden sie hier.

ihr recht

Wir haben uns auf mehrere Rechtsgebiete spezialisiert. Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben welches Rechtgebiet welche Fälle umfasst haben wir Ihnen hier eine Übersicht erstellt.

Kosten sparen

Es gibt sehr vielfältige Möglichkeiten Gerichts und Anwaltskosten zu minimieren. Eine Übersicht mit wichtigen Tipps und Informationen haben wir Ihnen zusammengestellt.

Express Kontakt

Christina Worm
Holsterhauser Str. 81
45147 Essen

tel.: 0201 / 815 93 73
fax: 0201 / 815 93 74
mail.: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 In dringenden Fällen
0163 19 47 559

 

Keine Bewer­bungs­be­müh­ungen ohne Bewer­bungs­kos­ten­über­nahme

Eingliederungsvereinbarungen, die den Arbeitssuchenden zu einer bestimmten Zahl monatlicher Bewerbungen verpflichten, aber keine Kostenübernahme durch das Jobcenter zusichern, sind unwirksam, so das BSG.

Der arbeitssuchende Kläger hatte mit dem Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung geschlossen. Sie verpflichtete ihn dazu, mindestens zehn Bewerbungsbemühungen pro Monat zu unternehmen. Das Jobcenter bot im Gegenzug jedoch keine Übernahme der dabei entstehenden Kosten an. Nachdem der Arbeitssuchende sodann hinter den versprochenen zehn Bewerbungen pro Monat zurück blieb, verwehrte das Jobcenter ihm für die betreffenden Monate die Auszahlung des Arbeitslosengeldes II. Der Grundsicherungsempfänger hatte gegen die Sanktionsentscheidung geklagt.

Zu Recht, befand das Bundessozialgericht (BSG) und wies die Revision des Jobcenters zurück (v. 23.06.2016, Az. B 14 AS 30/15 R). Die Sanktionsentscheidungen seien schon deshalb rechtswidrig, weil der Kläger durch die Eingliederungsvereinbarung nicht zu Bewerbungsbemühungen verpflichtet war. Das Jobcenter habe sich vom Kläger unzulässige Gegenleistungen versprechen lassen. Die Leistungsverpflichtung des Jobcenters sähe keine individuellen, konkreten und verbindlichen Unterstützungsleistungen (wie insbesondere eine Regelung zur Bewerbungskostenübernahme) vor und stünde deshalb in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den sanktionsbewerten Verpflichtungen des Arbeitssuchenden.

Dass gesetzliche Vorschriften die Erstattung von Bewerbungskosten ermöglichen,könne an der Unwirksamkeit der Eingliederungsvereinbarung nichts ändern. Es fehle daher an einer Verpflichtung des Klägers zu Bewerbungsbemühungen, und somit bereits an einer Grundlage für die angefochtenen Sanktionsentscheidungen.

Quelle:

nas/LTO-Redaktion